Gauss-Gym

Wer war Gauss

Carl Friedrich Gauß Bekannter und begeisterter M



Geboren am 30. April 1777 in Braunschweig wuchs Carl Friedrich Gauß als einziges Kind von Gerhard Friedrich und Dorothea Gauß auf. Seine Begeisterung für die Mathematik begann schon früh. Es wird erzählt, dass er bereits im Alter von drei Jahren seinen Vater bei Lohnabrechnungen verbesserte. Auch komplizierte Rechnungen gelangen ihm spielend im Kopf. Diesen Vorzug behielt er sein Leben lang bei.

Zum ersten Mal außerhalb der Familie entdeckt und gefördert wurde sein Talent für die Mathematik in der Volksschule. Mit neun Jahren begann Carl Friedrich Gauß, diese zu besuchen. Sein Lehrer, Herr Büttner erkannte sein Talent, nachdem er ihn die Zahlen von 1 bis 100 zusammen rechnen ließ. Aus dieser ursprünglichen Beschäftigung, die Gauß innerhalb kürzester Zeit gelöst hatte, wurde eine bekannte Formel, die auch heute noch als „der kleine Gauß“ angewandt wird. Durch die Förderung seines Lehrers und dessen Assistenten gelang es Carl Friedrich Gauß, das Martino-Katharineum Gymnasium zu besuchen, um dort seine mathematischen Fähigkeiten und anderen Interessen weiter zu vertiefen und auszubauen.

Mit 14 Jahren wurde Carl Friedrich Gauß dem Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig vorgestellt, der sich seiner annahm und ihn weiter förderte. Mit der finanziellen Unterstützung des Herzogs konnte Gauß in den Jahren von 1792 bis 1795 das Collegium Carolinum besuchen und sich ganz und gar auf das Studium konzentrieren. Er begegnete auf dieser Schule dem Professor Eberhard August Wilhelm von Zimmermann. Auch dieser erkannte die mathematische Gabe des vielseitig interessierten jungen Mannes und förderte ihn. Mit der Zeit wurde der Professor ein enger Freund Carl Friedrich´s.

Gauß wechselte im Oktober 1795 dann an die Universität Göttingen, auf der er Seminare des Professor Heyne über klassische Philologie hörte und sich diesem Thema ebenso mit Begeisterung widmete, wie der Mathematik. Auch Experimentalphysik und Astronomie zogen das Interesse des jungen Carl Friedrich auf sich und erweiterten sein Wissensspektrum.

Sein unermüdliches Forschen und Rechnen führte dazu, dass Carl Friedrich Gauß im Alter von nur neunzehn Jahren als Erster die Konstruierbarkeit des regelmäßigen Siebzehnecks beweisen konnte. Seit der Antike wurde versucht, dies zu beweisen und erst Gauß gelang es. Aus diesem Grund entschied er sich gegen das Studium von Sprachen und Philosophie und absolvierte seine Doktorarbeit im Bereich Mathematik im Jahr 1799. Die Großzügigkeit des Herzogs erlaubte es Carl Friedrich, sich nach seiner Doktorarbeit seinem Werk Disquisitiones Arithmeticae zu widmen. Aus Dankbarkeit dem Herzog gegenüber lehnte er sogar eine Anstellung an der Akademie der Wissenschaften in Petersburg ab. Erst nach dem Tod des Herzogs in einer Schlacht ging Gauß im November 1807 als Professor an die Universität Göttingen und wurde zeitgleich Direktor der Sternwarte. Gauß mochte jedoch keine Vorlesungen halten. Sie waren ihm zuwider. Trotz seiner Abneigung gelang es ihm, weitere bekannte Mathematiker der Geschichte zu schulen und hervorzubringen.

Viele seiner Ergebnisse aus Forschungen und Berechnungen teilte er Freunden in Briefen mit oder notierte sie in seinen Tagebüchern. Aus diesem Grund blieben viele der wichtigen Daten lange verborgen. Erst nach dem Fund der Tagebücher im Jahr 1898 konnten viele Entdeckungen von Carl Friedrich Gauß veröffentlicht werden.

Die Liebe zur Mathematik, Astrologie und Physik war jedoch nicht die einzige Liebe in seinem Leben. Johanna Elisabeth Rosina Osthoff trat in sein Leben und verlobte sich im Alter von 24 Jahren im November 1804 mit dem Mathematiker. Etwa ein Jahr später erfolgte die Hochzeit am 9. Oktober 1805. Das Glück wurde gekrönt mit der Geburt des ersten Sohnes Ende August 1806. Carl Friedrich und Johannas Sohn wurde Joseph genannt. Knapp zwei Jahre nach dessen Geburt wurde Tochter Wilhelmine geboren. Ein trauriges Ende nahm das Glück, als Johanna bei der Geburt des dritten Kindes Louis im Jahr 1809 starb. Wenige Monate später starb auch der kleine Sohn.
Carl Friedrich Gauß ehelichte im August 1810 seine zweite Frau Friederica Wilhelmine Waldeck, die zu diesem Zeitpunkt 22 Jahre alt war. Aus der glücklichen Ehe gingen drei Kinder hervor, von denen zwei nach Amerika auswanderten, um dort ihr Glück zu suchen. Nach dem Tod der Mutter im Herbst 1831 führte die Tochter der beiden, Theresa den Haushalt weiter. Carl Friedrich Gauß heiratete kein weiteres Mal.

Der weltbekannte vielseitig interessierte Mathematiker Carl Friedrich Gauß verstarb im Alter von 78 Jahren am 23. Februar 1855 in Göttingen. Dort fand er auf dem Albani-Friedhof seine letzte Ruhestätte. Lediglich sein Gehirn wurde zu Forschungszwecken entnommen und liegt konserviert in der Universität Göttingen.